Es gibt in jeder Industrie Frauen an der Spitze: Eine Fragerunde mit Rachel Stuve

Judith Kniepeiss our consultant managing the role
Posting date: 4/21/2020 11:27 AM




Wir hatten kürzlich die Gelegenheit mit Rachel Stuve, einer von LinkedIns Top-Stimmen in Data Science & Analytics und Geschäftsführerin der Data Teams, zu sprechen. 


Als eine Expertin in ihrem Gebiet verfügt Stuve über ein breites Erfahrungsspektrum. Nachdem sie die Universität im automobil-lastigen Michigan absolviert hatte, war ihr erster Job bei Chrysler die Autoindustrie zu analysieren. Kurz nachdem sie in die lokale Verwaltung gewechselt war, digitalisierter und integrierte sie deren Strafverfolgungsprozesse, bevor sie an einer landesweiten Initiative zum Datenaustausch arbeitete. 

Zuletzt war das Gesundheitswesen Stuves Fokus. Während viele diese Branche als hochspezialisierte, unzugängliche Branche ansehen, ist Stuve einer anderen Meinung.

"Es sind alles übertragbare Fähigkeiten. Möglicherweise betrachten Sie unterschiedliche Datensätze bei einem Gesundheitsdienstleister, aber im Wesentlichen, erfolgt die Analyse nach denselben Prinzipen. 

Dennoch stellt Stuve klar, dass man trotzdem einige Hürden, vor allem terminologische, überwinden muss. 

"Zugegeben, der Jargon ist etwas gewöhnungsbedürftig und es gibt davon viel."

Jedoch die Hauptunterschiede sind weniger wissenschaftlicher Art und mehr in Hinblick auf die Infrastruktur. Anders als viele datengesteuerten Industrien liefern Krankenversicherer nicht direkt an den Verbraucher. Tatsächlich ist deren eigentliche Beziehung mit den Gesundheitsdienstleistern. 

"Es ist nicht dasselbe, wie eine Hypothek aufzunehmen. Sie werden sich nicht direkt an ihren Versicherer, damit dieser sich um Sie kümmert. Ihr direkter Service ist der Gesundheitsdienstleister, das Krankenhaus und es ist lediglich die Aufgabe des Versicherers die Zahlungen zu decken. Ein Teil der Herausforderung ist es, herauszufinden, welcher Anbieter das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist und welcher eine hochwertige Versorgung anbietet."

Dies bedeutet, dass es wichtig ist, ein Team aus Datenwissenschaftlern und Epidemiologen zusammen zusetzten. Epidemiologien können besser identifizieren, welche Behandlungen erzielen den größten Erfolg, bei möglichst geringen Kosten. Wie kann man nun solch ein Team, mit unterschiedlichen Hintergründen und Herangehensweisen dazu bringen, harmonisch miteinander zu arbeiten?

"Ob von Anfang an die richtigen Ziele vereinbart wurden, hat großen Einfluss auf den Erfolg eines Projekts. Wenn sich alle Teammitglieder einigen können, wie genau Erfolg aussieht, sei es 10, 20% Gewinnsteigerung, oder ein anderes Ziel, dann weiß jeder worauf man hinarbeitet. Natürlich gibt es ab und an Diskussionen über statistische Gespräche, aber schlussendlich ziehen alle an einem Strang."

Stuve betont auch, wie wichtig es ist, die richtigen Personen in der richtigen Projektphase einzubeziehen. All zu oft werden die Endnutzer nicht in die frühen Datenprojektphasen miteinbezogen, was zu großen Wissenslücken führt. Stuve stellt fest: "Mit ziemlicher Sicherheit werden Sachen übersehen, wenn diejenigen, die wirklich wissen, was sie von einem Projekt benötige, nicht von Anfang an miteinbezogen werden."

Neben ihrer Arbeit im Gesundheitswesen, investiert Stuve ihre Arbeit bei Golden Seeds auch in von Frauen geführte Start-ups. Eine Angelegenheit, die ihr besonders am Herzen liegt.

"Ich liebe Golden Seeds. Es existieren zahlreiche Studien, die belegen, dass Frauen geführte Unternehmen höhere Rendite erzielen, dennoch erhalten diese Unternehmen, im Vergleich zu von Männern geführte Unternehmen, nur einen Bruchteil von Investitionen."

Sie verweist auf einen kürzlich in der Harvard Business Review veröffentlichten Artikel, weshalb dies sein könnte. Laut des Artikels besteht, bei dem Investmentprozess, eine gewisse Geschlechtervoreingenommenheit. Männlichen Unternehmer werden nach dem Potenzial des Unternehmens gefragt, weibliche Unternehmerinnen hingehen eher nur rein risikomindernde Fragen.

"Leute investieren in Optimismus. Wenn Unternehmerinnen also nicht die gleiche Möglichkeit gegeben werden den 'Traum' zu verkaufen, dann ist die Wahrscheinlichkeit eine Investition zu bekommen um einiges geringer."

Auch glaubt Stuve, dass eine Wahrnehmung besteht, dass von Frauen geführte Unternehmen weniger innovative sind: „Ich möchte das Verständnis ändern, dass diese Unternehmen als „mädchenhaft“ bezeichnet werden und sich ausschließlich auf Kleidung, Lebensmittel oder den Einzelhandel konzentrieren. Das ist, meiner Erfahrung nach, nicht der Fall. Frauen stehen an der Spitze aller Branchen, von Biotechnologie über Energie bis hin zu einer Reihe von Fachgebieten.“

Also, worauf achtet sie beim Investieren?

"Natürlich suche ich nach einer innovativen Idee, welche ein Geschäftsbedürfnis erfüllt, aber zugleich investiere ich auch in die Person. Sind sie realistisch? Sind sie starke Anführer? Sind sie sich ihren eigenen Schwächen bewusst und haben sie ein Team um sich herum aufgebaut, welches diese Schwächen ausbalancieren kann?"

"Leider besteht eine Doppelmoral, wenn es um die Wahrnehmung männlicher und weiblicher Führungskräfte geht. Dies bedeutet, dass die Art und Weise, wie sie sich selbst tragen, einen großen Unterschied macht, besonders wenn sie nach weiteren, zukünftigen Investitionen suchen."

Stuve ist sich der Schwierigkeiten, mit denen Frauen in Männerdominierenden Brachen konfrontiert werden, durchaus bewusst. Sie selbst war in vielen Teams die einzige Frau, insbesondere als sie in das Management aufstieg. Glücklicherweise sieht sie ein Licht am Ende des Tunnels:

"Unternehmen fangen an zu erkennen, wie wichtig es ist, die Vielfalt ihrer Teams zu erweitern und das Unternehmensgespräch passen sich dies auch an."

"Darüber hinaus besteht ein großartiges Data-Netzwerk von Frauen. Das Verknüpfen hat einen Schneeballeffekt. Sie verknüpfen sich mit einer Person, welche ihnen eine andere Person vorstellt, die ihnen wieder eine andere Person vorstellt und so weiter, bis ihnen die Reichweite dieser erstaunlichen Gemeinschaft außergewöhnlicher Frauen bewusst wird."

Wenn Sie mehr von Rachel Stuve hören möchten, können Sie ihr auf LinkedIn folgen, um regelmäßig mit Updates und Ideen versorgt zu werden. 

Für weitere Informationen zum aktuellen Stand der Vielfalt in Data & Analytics finden Sie hier in unserem Bericht zu diesem Thema.

Wenn Sie Ihr Team ausbauchen möchten oder nach einer neuen Herausforderung suchen, können Sie sich an einen unserer Fachberater wenden oder sich hier über unsere neuesten Möglichkeiten informieren

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We recently spoke to Catherine Allan, an Associate Director of CRM at Babylon health, a Digital healthcare service with a mission to put accessible and affordable health service into the hands of everyone.  After starting her career in journalism, Allan moved into Marketing, a seemingly natural transition given her copywriting experience. Given the transformation in technology and the use of Data within Marketing, she has seen the significant impact that it has had within the space.  Reflecting on what attracted her into CRM Marketing in the first place, she explains, “It’s that ability to really get to know the audience, what they look like. You have a very defined group of people that you can look at exactly how they are responding – you can get to know their likes, dislikes and respond to them in ways that you can engage them more. 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