Die Grippe, Schlangenbisse und das Covid-19 Virus: Jacob Glanville von Netflix’s "Pandemic"

Dominik Probst our consultant managing the role
Posting date: 3/31/2020 10:28 AM


Jacob Glanville aus der neuen Netflix Serie „Pandemic“, berichtet über die wegweisenden Fortschritte, welche er und sein Team bei Distributed Bio in der Welt der biotechnologisch hergestellten Medizin erzielt haben. 


Diese Woche haben wir uns mit Distributed Bio’s CEO Jacob Glanville, Feldführer der fortgeschrittenen rechnerischen Immuntechnik der Biomedizin, zusammengesetzt. Die neue Netflix Serie "Pandemic“ gewährt einen Einblick in die Teams, welche derzeit alles versuchen, um einen globalen Ausbruch der Krankheit zu verhindern, und Glanville, ein sehr renommierter Experte mit einer unglaublichen Erfolgsbilanz. 

Bevor er Distributed Bio gegründet hat, erlangte Jacob Glanville einen PhD der Universität Stanford und arbeitete vier Jahre als leitender Wissenschaftler bei Pfizer. Das Team, geführt von Sarah Ives, Geschäftsführerin Influenza Centivax bei Distributed Bio, entwickelt momentan eine neue universelle Art wegweisender Computertechnologie.

Derzeit verwenden wir rechnerisches Ankoppeln mit hohem Durchsatz, um charakterisieren zu können, wie viele einzigartige Epitope auf der Oberfläche eines viralen Hüllproteins oder eines Pathogenproteins existieren können. Danach verwenden wir diverse Berechnungsmethoden, um die unterschiedlichen Elemente der jeweiligen Arten von viralen Kostenproteinen aus verschieden entwickelten Versionen desselben Pathogens identifizieren zu können. Dieses ist das Kernstück unserer Impfstofftechnologie. Wir verabreichen eine Reihe von sehr unterschiedlichen Varianten zeitgleich mit einer niedrigen Dosis, sodass die gemeinsam genutzten Stellen eine ausreichend hohe Dosis aufweisen, um darauf reagieren zu können."

Diese Technik ermöglicht es Distributed Bio, Impfstoffe für fast jedes Virus schnell in einer sicheren Umgebung herzustellen. Zum Beispiel, aufgrund des jüngsten Ausbruchs des SARS-Coronavirus, arbeitetet Glanville mit dem US-Militär zusammen. Ein Programm der Weltgesundheitsorganisation ermöglicht die Herstellung von Pseudo-Virion-Versionen der Krankheit, welche untersucht werden können, ohne jegliches Risiko darzustellen:

"Sie nehmen die Windpocken und lassen die Außenseite der Windpocken überlaufen, das Kostenprotein der schwerwiegenderen Krankheiten, wie das Coronavirus. Somit verhält es sich nun wie das Coronavirus und sieht äußerlich auch so aus. Es ist wie die knusprige äußere M&M Schale, ähnlich wie das Coronavirus, jedoch innerliche ist es eher wie weichen, klebrigen Schokolade, wie die Windpocken. Es ist nicht sonderlich gefährlich dadurch. Wir bauen eine Beziehung mit dem Militär auf, durch welche wir unsere Antikörperentdeckungsbibliothek in Verbindung mit Pseudovirionpartikeln verwenden können. So können wir schnell Antikörper entdecken, zum Beispiel gegen SARS, ohne SARS Risiko in unser Labor zu bringen.“

Jedoch beschränkt sich ihre Arbeit nicht nur auf die Bekämpfung von Viruserkrankungen. Eines der führenden Projekte von Distributed Bio konzentriert sich auf die Erschaffung eines universellen Gegengifts gegen Schlangenbisse. Die Notwendigkeit eines erschwinglichen Gegengifts mit einfachem Zugang ist hoch, da 80.000 bis 130.000 Menschen jedes Jahr durch Schlangenbisse, die meisten davon in Dritte-Welt-Ländern, getötet werden.

"Es existieren ungefähr 550 Schlangenarten und jede hat 20 bis 70 Proteine. Es hört sich nach einer hohen Anzahl von Proteinen an, welche analysiert werden müssen. Aber wenn ich diese analysiere, werden 10 verschiedene, homologe Gruppen, die alle Schlangenarten teilen, deutlich."

Nachdem herausgefunden wurde, dass ein universeller Ansatz sowohl möglich als auch realisierbar war, wie wurden die benötigten Antikörper entwickelt?

"Unser Team, geleitet von Tim Friede, Geschäftsführer für Herpetologie bei Distributed Bio, Sawsan Youssef, Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Raymond Newland, leitender Wissenschaftler, hat einen Mann gefunden, der Schlangen so sehr liebt, das er sich 17 Jahre lang Schlangengift aus aller Welt injiziert hat und dessen Blut haben wir testet. Wir haben Labor- und Berechnungsmethoden verwendet, um eine Reihe von Antikörpern zu identifizieren, welche eine gemeinsame Bestimmungsfaktoren aufweist.“

Bei einem Team, dessen Rollenspektrum sich von Dateningenieuren und Datenwissenschaftlern bis hin zu Bioinformatikspezialisten streckt, ist die Fähigkeit einer Zusammenarbeit besonders wichtig. Wie schafft Glanville solch ein kollaboratives Umfeld?

"Ich versuche die Mitarbeiter so gut wie möglich weiterzubilden. Meiner Meinung nach werden Annahmefehler verringert, indem man die Mitarbeiter stetig weiterbildet. Ich denke der häufigste Grund, weshalb Missverständnisse und Fehler aufkommen, ist, da Mitarbeiter nicht verstehen, was ein anderer Mitarbeiter benötigt und was ihnen von der vorherigen Person weitergegeben wurde. Wenn Mitarbeiter im Stande sind, das Fachwissen ihrer Kollegen mit in die Arbeit einzubeziehen, wird dieses Risiko reduziert."

Glanville ist in Guatemala aufgewachsen und ist sich dadurch der Notwendigkeit leicht verfügbarer und wirksamer Impfstoffe sehr bewusst. Besonders die westliche Welt wird immer vorsichtiger, was Infektionen angeht, aufgrund von der hohen Menge an Fehlinformationen, die sich derzeit im Umlauf befinden. Er versteht jedoch, dass dieses oft mit Vertrauen zusammenhängt.

"Es ist schwierig, der Weltbevölkerung eine epidemiologische Empfehlung zu übermitteln. Oftmals werden keine Impfungen sind besser empfunden. Ich hoffe, dass ein effektiver Impfstoff dieses Fehldenken verschwinden lässt. Leider ist es derzeit noch das Problem einer Grippeimpfung, dass diese nur die Hälfte der Zeit funktioniert. Und das führt dazu, das Menschen anfangen, sich zu beschweren. Ich hoffe, dass bessere Impfstoffe und eine vernünftige Kommunikation dazu beitragen, dass dieses Fehldenken geändert wird."

In Bezug auf unmittelbare Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Coronavirus wendet er sich erneut der Frage der Zugänglichkeit zu:

"Im Moment mache ich mir mehr Sorgen um Ebola. Es ist ein größeres Ausbruchsproblem und in einem Gebiet, das nur schlecht versorgt wird. Ich denke, China ist recht gut darin, medizinische Probleme zu lösen."

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Pandemic ist jetzt auf Netflix verfügbar. Anbei der Trailer. 

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Three Ways Data Impacts The Customer Experience

In 2019, over 50 per cent of companies had adopted Big Data, with a further 38 per cent citing that they would be investing in it in the future. As it stands, we can assume that now, at least three-quarters of businesses will have invested in Big Data capabilities. By 2022, the annual revenue from the global big data and business analytics market is expected to reach $274.3 billion.  The lucrative nature of this industry stems from a recognition by many companies that it’s no longer good enough to guess what customers might want or need from your product or service, but to have hard evidence to back up your choices. Not only does this make for much happier, more satisfied customers, but it undoubtedly improves the bottom line.  Here are three examples which showcase how Data can positively impact the customer experience: 1. Create a more intuitive website journey From heatmapping the areas of interest (or disinterest) on your website through eye movement or mouse tracking to traffic analysis through tools such as Google Analytics, Data can give you both real-time and overall information about the success of your website.  You can analyse areas of the website where consumers ‘linger’ or click through, such as content pieces, links or assets, which proves to give added value or entice them to learn more about your business. You can also see areas where little to no activity happens, allowing you to create a new, perhaps more engaging, strategy.  The use of data for website ensures your get the design and content right in less time. The cost of redesigning a website can be a hefty cost for any business. The fewer times a website needs chopping and changing, the more cost-effective it will be, not forgetting to mention a much smoother and more efficient process for customers. 2. Building loyalty through personalisation In a report featured in Forbes by The Harris Poll, 76 per cent of Americans are more likely to complete a purchase if the customer journey has been personalised to them, their needs and wants. The story is similar in the UK, 80 per cent of companies report seeing an uplift after employing personalisation tactics.  However, personalisation must go one step further than just addressing a person by name in an email nowadays. It means targeting consumers with specific and relevant ads that actually take their interest instead of bombarding them with a scattergun approach, as well as looking at areas such as location-specific targeting and device optimised outreach. This can be made possible by combining marketing data, such as brand interactions, combined with sales data, previous purchases, and customer service data, the feedback given. These aspects allow you to create an in-depth and meaningful customer journey map, help you understand what turns specific consumers on, or off, and ensures your marketing messages and outreach are pertinent.  3. Be prepared for problems before they occur Data can give incredible insight into what’s working currently for a business but, arguably, its strengths lie in giving accurate understanding into the potential risks or problems that are likely to occur in the future.  According to Clarion Tech, there are seven areas in which Data can play a crucial role in minimising risk, errors or issues for a vast range of businesses. From making sense of unused business data to making companies proactive instead of reactive, minimising misleading forecasts to diminishing customer service challenges, data can be the solution to a wealth of problems.  Not only do these kinds of errors leave a bitter taste in the mouths of customers who may struggle to revisit your business after a bad experience, but they can negatively affect your bottom line too. Nipping them in the bud before they happen is an incredible card to have to hand, and one that could be the saviour of your business.  To learn more about how working with a Data & Analytics specialist could help bolster the success of your business, contact our team or, if you're looking for your next opportunity, check out our latest roles. 

Using Data Visualisation To Bring Data & Analytics To Life

The majority of the human population are visual learners. Our brains are wired in such a way where we can register 36,000 visual messages per hour, and visuals are processed 60,000 times faster than text. In short, one of the best ways to truly assimilate and understand new-found knowledge is through clear and digestible imagery.  Because of this valuable insight, we are now witnessing the fast-growing trend of Data Visualisation. Over the next six years, the value of Data Visualisation tools is expected to reach $19.2 billion, over double what it was in 2019.  Data & Analytics is one key area where data visualisation is used continuously. The raw data collected on a daily basis by Data Analysts can be incredibly time-consuming to sift through, not forgetting near-impossible to form palatable findings from. However, through the use of data visualisation tools such as graphs, heat maps, charts and infographics, confusing, text-based data can be transformed and brought to life. So, how can Data Visualisation help your business? Greater understanding of your data As Lydia, our Senior Recruitment Consultant, stated in her most recent article – data insights have the capability of not only improving decision-making, but also allow you to spot key trends, errors and predict future challenges. Nevertheless, all of these brilliant capabilities of data insights can only occur when teams can garner an in-depth understanding of the data being presented to them.  Without a background in statistics, which very few members of any team would possess, the raw data simply wouldn’t mean anything, and key insights could be missed. Utilising data visualisations not only makes data more tangible, but it also allows every team member to understand the data, make decisions and implement changes more efficiently. Standing out from the competition The effectiveness of Data Visualisation is no secret, and time and time again it’s been proved that this way of presenting data is far more likely to produce results than simply reviewing text.  Research within Analytics Insight reported that businesses using data discovery tools are 28 per cent more likely to find timely information compared to their dashboard-using counterparts, and 48 per cent of business intelligence users at companies with visualisation tools are able to find the information they need without the help of a specialist team.  Nevertheless, despite the incredible benefits, only 26 per cent of businesses globally are using data visualisation tools.  While the reasons for this slow uptake are varied, it’s clear that those companies who are willing to invest in Data Visualisation are far more likely to stand a head above their competitors. It can improve customer experience 98 per cent of companies will use data to help drive a better customer experience, but it doesn’t always mean that this data is collected, managed or presented well.  Data is, and should be, used as a way to back up what brands are saying, especially if they’re shouting from the rooftops about how fantastic they are.  When a business or brand uses accurate Data Visualisation to tell this story – for example, the percentage of consumers who report high levels of customer satisfaction, or the amount of money donated to CSR projects – audiences will respond much better than if the claim appears to be empty words without any evidence.  Data Visualisation is undoubtedly one of the most effective ways to communicate data, both internally and externally. The comprehensible formats available enables information to be processed with ease, and for learnings and understandings to be absorbed and implemented with much more efficiency than text-based raw data. It’s clear that this trend is only going to grow in popularity as businesses begin to put more investment behind it in order to reap the benefits and watch the positive impact on their bottom lines prosper.  For examples of how Harnham uses Data Visualisation, head over to our recent research reports.  If you're looking to take the next step in your career or build out your Data & Analytics team, we can help. Take a look at our latest opportunities or get in touch with one of our expert consultants to find out more. 

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